Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Nachfolgend finden Sie Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen ...

Start, Einsatz & Verfügbarkeit

Wie schnell können Sie losfahren?

Innerhalb Europas können wir in den meisten Fällen innerhalb einer Stunde einen Krankenwagen entsenden. Wir sind 24/7 einsatzbereit, auch nachts, am Wochenende und an Feiertagen.

Muss ich bis zu den Bürozeiten warten?

Nein. Sowohl Triage, Planung als auch Zahlungskontrolle erfolgen 24/7.

Können Sie Repatriierungen beschleunigen?

Ja. Das tun wir täglich, indem Planung, Airline-Clearance und medizinische Beurteilung parallel ablaufen.

Was benötigen Sie, um zu beginnen?

Ein kurzes Telefonat, WhatsApp oder eine E-Mail mit:

  • um wen es geht
  • was passiert ist
  • wo sich der Patient befindet
  • wohin der Patient gebracht werden muss

Genügt, um direkt zu beginnen.

Bed-to-Bed-Begleitung

Bieten Sie eine Bed-to-Bed-Begleitung an?

Ja. Wir organisieren den Krankentransport am Ausgangsort, die medizinische Begleitung während des Fluges sowie den Krankentransport am Zielort, einschließlich der Übergabe an Krankenhaus, Zuhause oder Hospiz.

Organisieren Sie auch Krankentransporte außerhalb Europas, zum Beispiel in die USA oder nach Thailand?

Ja. Wir arbeiten weltweit mit Partner-Krankentransportdiensten zusammen. Unser eigenes medizinisches Team reist mit, sodass keine Übergaben zwischen unbekannten Parteien stattfinden.

Medizinische Versorgung während des Transports

Können Sie beatmete Patienten transportieren?

Ja. Wir bieten MICU/ICU mit Turbinenbeatmungsgeräten, die sowohl am Boden als auch in der Luft ohne externe Gasquelle funktionieren.

Können Sie Neugeborene oder Frühgeborene transportieren?

Ja. Wir verfügen über zwei NICU-Inkubatoren und neonatal qualifizierte Teams.

Können Sie Patienten mit Demenz transportieren?

Ja. Das geschieht regelmäßig. Wir arbeiten ruhig, menschlich und ganzheitlich.

Wie ist es bei Inkontinenz?

Kein Problem. Wir stellen Einlagenmaterial, Kondomkatheter, Katheterisierung und Steckbecken zur Verfügung. Jede Flasche und jedes Steckbecken ist neu und kann auf Wunsch nach dem Transport mitgenommen werden.

Können Sie Patienten mit Infektion oder Isolationsindikation transportieren?

Ja. Wir verfügen über Materialien, um dies sicher durchzuführen, sofern dies im Voraus gemeldet wird.

Kann Familie mitreisen?

In den meisten Fällen maximal eine Person. Bei Infektionen oder Isolationssituationen suchen wir nach Alternativen.

Sauerstoff, Beatmung & Luftfahrt

Ich benötige Sauerstoff. Ist das ein Problem?

Nein. In der Luft verdoppelt sich der Bedarf in der Regel (2 L → ~4 L). Wir beurteilen Hb, Sättigung und Flow. Wir verfügen über Konzentratoren (93–98 % O2) und Fluggesellschaften können manchmal zusätzlichen Sauerstoff bereitstellen.

Können alle Patienten fliegen?

Nein. In seltenen Fällen kann Fliegen klinisch unmöglich sein. Dann prüfen wir Alternativen wie MICU auf dem Landweg.

Airline & internationale Clearance

Mit welchen Fluggesellschaften arbeiten Sie?

Wir sind nicht gebunden. Wir fliegen u. a. mit:

  • KLM
  • Brussels Airlines
  • Turkish Airlines
  • Lufthansa
  • Swiss
  • Air France
  • Thai Airways
  • TUI
  • Transavia
  • Condor
  • Eurowings
Wie ist es mit amerikanischen Fluggesellschaften?

Seit 2022 dürfen amerikanische Carrier (United, Delta, American) keine Stretcher-Flüge durchführen. Nicht sitzende Patienten werden per privatem Ambulanzjet oder per Bodenkrankenwagen transportiert.

Wie lange dauert die medizinische Airline-Clearance?

Im Durchschnitt 48–72 Stunden für medizinische Unterlagen, Fit-to-Fly, Ambulanzlift und Ground Handling.

Gepäck, Familie & Würde

Darf Gepäck mitgenommen werden?

Ja, aber begrenzt und sicher verpackt. Lose Gegenstände in Krankenwagen sind gefährlich.

Ist das auch bei schambesetzten Situationen wie Inkontinenz oder kognitivem Abbau möglich?

Ja. Wir arbeiten würdevoll, diskret und menschlich. Niemand muss sich schämen.

Dokumente, Visa & Krankenhäuser

Spielt die Sprache der Dokumente eine Rolle?

Nein. Wir übersetzen bei Bedarf selbst.

Was ist, wenn ein Reisepass fehlt?

Wir können bei Konsulat/Botschaft unterstützen. Selbst kritische Patienten können wir bei Bedarf dorthin bringen.

Was ist, wenn das Krankenhaus nicht kooperiert?

Das kommt international regelmäßig vor. Es ist unser medizinisches Team, das entscheidet, ob jemand innerhalb unserer Mittel transportfähig ist.

Kosten & Versicherung

Muss ich versichert sein?

Nein. Auch Privatpersonen sind willkommen.

Wann starten Sie?

Nach Zahlungseingang. Wir kontrollieren Zahlungen auch nachts und an Wochenenden.

Unsere Flotte & Ausstattung

Mit welchen Krankenwagen fahren Sie?

Mercedes Sprinter Krankenwagen von deutschen Herstellern wie WAS und Miesen.

Sind diese für lange Strecken geeignet?

Ja. Unsere Fahrzeuge sind u. a. ausgestattet mit:

  • Luftfederung (Komfort & Stabilität)
  • elektrischen Kartsana-Tragen
  • crashgetestetem Innenraum (~10 g)
  • 220V medizinischer Stromversorgung
  • Inkubator-Kompatibilität
  • Kühlkette für Medikamente
  • beheizten Fächern
Welche Überwachung verwenden Sie?

Lifepak 15 und Corpuls C3 (full option).

Welche Beatmungsgeräte verwenden Sie?

T1 Flight Medical (luft- & bodenkompatibel).

Wie warten Sie Ihre Fahrzeuge?

Service alle 10.000 km oder alle 3 Monate (je nachdem, was zuerst eintritt). Dadurch ist noch nie ein Fahrzeug während eines Einsatzes ausgefallen.

Anerkennungen, Qualität & Aufsicht

Sind Sie anerkannt?

Ja. Bryan Morgan Care ist ein anerkannter Rettungsdienst.

Sind Ihre Pflegekräfte befugt?

Ja. u. a. BIG- und RIZIV-registriert mit zusätzlichen Schulungen in Luftfahrt- und Repatriierungsmedizin.

Werden Sie kontrolliert?

Ja. u. a. durch Qualicor Europe, NIAZ, Vinçotte und den FÖD Volksgesundheit.

Sind Sie ein Ausbildungsstandort?

Ja. Wir sind Praktikumsstelle für Universitäten & Hochschulen.

MIKRO-FAQS FÜR VERSCHIEDENE ZIELGRUPPEN

Für Familien & Privatpersonen
  • Muss ich etwas organisieren? → Nein
  • Kann das schnell gehen? → Oft ja
  • Darf Familie mitreisen? → Meistens 1 Person
  • Ist Scham (Inko/Demenz) ein Problem? → Nein
  • Nach Hause oder ins Krankenhaus? → Beides
  • Kein Reisepass? → Wir helfen
  • Keine Versicherung? → Kein Problem
  • Bekommen wir Updates? → Ja
Für Krankenhäuser & Ärzte
  • Wer bestimmt die Eignung? → Bryan Morgan Care
  • Was wird für die Triage benötigt? → Diagnose + Vitalwerte + O2/FiO2 + Medikation
  • Fit-to-Fly? → Wir regeln das
  • Haftung? → Bei uns während des Transports
  • MICU/NICU? → Ja
  • Palliativ? → Ja
Für Versicherer, Krankenkassen & Broker
  • Bed-to-Bed? → Ja
  • Konfliktzonen? → Ja
  • Partner-Krankenwagen? → Ja
  • Airline-Clearance? → Das übernehmen wir
  • Haftung? → Abgedeckt
  • Quality audits? → Qualicor/NIAZ/Vinçotte
  • Sleepovers? → Falls klinisch erforderlich
  • Acceleration? → Core competence

Fallbeispiele

Case 1 — Faro → Jersey

Ein Patient in Faro musste nach Jersey. Das örtliche Krankenhaus verweigerte die Entlassung, der Patient war jedoch klinisch transportfähig. Wir haben den Patienten mit einem ALS-Krankenwagen mitgenommen. Jersey hat einen flachen Hafen mit begrenzten Zeitfenstern für Fähren, die Krankenwagen transportieren können. Durch präzise Koordination wurde der Patient sicher und ohne Verzögerung übergeben.

Case 2 — Kalamata → Frankfurt

Ein Patient erlitt in Kalamata einen Herzinfarkt. Innerhalb von 30 Minuten waren unsere medizinischen Escorts auf dem Weg nach Athen. Nach der Triage wurde der Patient am nächsten Morgen per Linienflug nach Frankfurt repatriiert und direkt an die Kardiologie übergeben.

Case 3 — Thailand → San Francisco

Ein terminaler Patient in einem kleinen thailändischen Dorf verschlechterte sich schneller als erwartet. Wir entsandten lokal einen Krankenwagen und parallel ein Team aus Brüssel. Drei Stunden nach Ankunft unseres Teams war der Patient bei uns. Zwei Stunden später flog das Team nach San Francisco, wo der Patient würdevoll übergeben wurde.

Case 4 — Südspanien → Zürich (MICU)

Bei einem Schweizer Paar in Südspanien kam es zu einem vorzeitigen Blasensprung. Das örtliche Krankenhaus hatte keine NICU-Kapazität. In der Schweiz bestand jedoch eine Chance. Wir setzten mehrere MICU-Krankenwagen ein (mit Teamrotation) und überwachten sowohl Mutter als auch Fötus mit spezieller Ausrüstung. In Zürich wurde die Patientin erfolgreich übergeben.